Donnerstag, 29. November 2012

The Taste of Wellington


Hier sind wir nun- Hauptstadtluft schnuppern. Die Geschäfte, die niedlichen Cafés, Bars, Diners und Takeaways kurbeln unser fast
verschwundenes Konsumbedürfnis wieder an. Eis, Pies, Kaffee, Sushi und das alles so viel leckerer als bisher. Gut, dass unsere Zeit hier begrenzt ist.
Wenn man von Attraktionen und Events in Wellington spricht, darf man in diesen Tagen die Hobbit-Premiere nicht außen vor lassen. Das City Council hat sich bemüht und Teile der Innenstadt in Mittelerde verwandelt, außerdem gab es einen (nicht erwähnenswerten) Hobbitmarkt. Der Tag der Premiere kennzeichnete sich vor allem durch langes Warten am roten Teppich (an dieser Stelle muss wieder mein Nicht-Fan-Sein betont werden, dann erscheinen die 9 Stunden Warterei noch in einem anderen Licht). Die Stimmung war aber ganz gut und das Wetter sonnig. Unsere Fanfreunde haben die gewünschten Autogramme
bekommen (Nicole ebenfalls)- Ende gut alles gut.




                                                                      Peter Jackson!


 Ansonsten hatten wir das 0815-Touriprogramm: Cable-Car-Fahrt zum Botanischen Garten, Beehive, flanieren an der Waterfront (zusammen mit Linn, die hier gerade AuPair ist :) ) und ein Besuch im Te Papa. Am Sonntag geht's rüber auf die Südinsel- exciting!!






Dienstag, 27. November 2012

Von Clifton bis Wellington

Zwei Nächte verbrachten wir an der Küste im Clifton Motorcamp, wo wir zum ersten Mal wieder bezahlen mussten (argh). ABER: Es war definitiv eines der besten und saubersten Motorcamps bisher (und dabei nicht einmal das Teuerste). Zumal seine günstige Lage uns bei der knapp 10km langen Wanderung zum Cape Kidnappers entgegen kam. Um 6:15 am Morgen mussten wir aufbrechen, um rechtzeitig vor der Flut wieder zurück zu sein. Vorbei an schiefen Klippen mit schönen Mustern, Steinen und Australtölpen schafften wir es bis zur Spitze. Der Rückweg ging dann doch ganz schön auf Knochen, Gelenke und Füße, schließlich führte der Weg ausnahmslos am schiefen Strand entlang. Aber wir dürfen uns nicht beklagen, denn am gleichen Tag fand die Cape Kidnappers Challenge statt, ein 30km Crosslauf, an dem auch unsere Aucklandbekanntschaft der ersten Stunde Jojo teilnahm. Viele der Läufer wirkten weniger geschafft als wir- schon peinlich.

Von Clifton machten wir uns auf nach Featherston, über 300km und somit unsere längste Tagesetappe. Wir wären wohl schneller gewesen, wären wir nicht ca. 50km im Kreis gefahren. (Und das, wo auf der Karte nur eine Straße Richtung Süden führt. Gekonnt!)







Schnell noch ein Foto am längsten Ortsnamen der Welt gemacht und dann noch ein paar hundert Kilometer weiter erreichten wir endlich unseren windigen Schlafplatz. Wieder ein Campingplatz mitten in einem Tal umgeben von Busch und Eukalyptus. Wieder nur ein Klo und wieder ein Fluss. So auch letzte Nacht, die wir ganz in der Nähe des Bruchtals (Rivendell) verbrachten, welches für uns ungeübte Ringe-Fans jedoch nicht als dieses erkennbar war. Heute heißt unser Tagesziel Wellington: Wieder eine Couchsurfing -Erfahrung, Elektrizität und 'ne Dusche :)

Samstag, 24. November 2012

Taupo und Hawke's Bay


Taupo lies fast vergessene Campingplatzromantik wieder aufleben. 3 Nächte verbrachten wir auf Reids Recreation Reserve (umsonst) direkt am Waikato River, Neuseelands längstem Fluß. Außer einem Tisch mit Bänken und einer nicht erwähnenswerten Toilette (eher ein Klo) wurde nicht viel geboten (deswegen umsonst). Auf dem Campingplatz wimmelte es von Deutschen. Überraschung. Immerhin hatten wir eine Nacht Gesellschaft von Ruhrpottlerin Anna und Brite Chris (Teile der Te Puke-Family), sodass der Englisch-Pegel immerhin nicht auf 0 sank.


Ausblick auf den Mount Ruapehu

Der schöne Campingplatz :)



 Kaiate-Falls

 Taupo ist wie Rotorua ein gepflegtes Kleinstädtchen mit Touriambiente. Bietet auch einen See (den größten Neuseelands), mit Aussicht auf die Berge und Vulkane des Tongariro-Nationalplarks. Bei der Aussicht haben wir glatt die Stärke der Sonne vergessen und stokeln nun krebsbeinig durch die Landschaft.

Hawke's Bay-Der Obstkorb Neuseelands, sagt mein allwissender LonelyPlanet. Und es erinnert wirklich an einen Obstkorb. Grüne Hügel, saftige Wiesen und kurvige Straßen. Die Obstplantagen erkennt man an ca. 5 Meter hohen Hecken, die die Bäume vor der Straße schützen. Ganz im Gegensatz präsentieren sich die Weingüter mit 50 Meter langen Einfahrten, gesäumt von Palmen und polierten Holzzäunen. Umgeben ist das ganze von Bergen, die an die Highlands erinnern. Nicht so im Art-deco-Städtchen Napier, das direkt am Pazifik liegt. Statt typischem Kleinstadtlook findet man hier sogar hübsche Architektur. Eine Seltenheit bisher. Auch in Napier haben wir Couchsurfing-Hosts gefunden. Wir erwachen leicht erhöht über der Stadt mit einem Ausblick aufs türkisblaue Meer. Noch Fragen?






Sonntag, 18. November 2012

Rotorua, die Stadt des Schwefels


Stinkig. Das erste Wort, an dasman denkt, wenn der Name Rotorua fällt. Wir können sagen: Stimmt nicht oder nur teilweise. Vielleicht sind wir aber auch nur abgehärtet was üble Düfte angeht (verschimmelte Kiwis). Ganz untypisch erreichten wir Rotorua bei schönstem Wetter, nachdem wir uns noch Whatakane angeschaut und an einem wunderschönen Plätzchen gepicknickt haben. (Sehr dankbar sind wir Hans für die großartige Kiwi- Marmelade!!)
Der erste Eindruck von Rotorua: Ein bisschen touristisch, sehr adrette Straßen und die typischen Geschäfte. Das eigentlich aufregende war, dass uns unsere erste Couchsurfing-Erfahrung bevor stand. Couchsurfing läuft übers Internet, man sucht sich Hosts aus, denen man dann eine Anfrage
schickt. Das Ziel ist der kulturelle Austausch, die meisten Hosts sind selbst begeisterte Traveller und nehmen auf ihren Reisen auch eine Couch in Anspruch. Man bekommt also eine Schlafgelegenheit und mit Glück auch etwas zu Essen. Wir hatten Glück (wie wirklich oft in den letzten Monaten!). Unsere Hosts sind halb kiwi, halb britisch und sie haben uns sehr herzlich in Empfang
genommen.
 
Dann haben wir uns bei Regen zu einem noch bestehenden Maoridorf mitten in einem geothermischen Gebiet aufgemacht. Überall zischt, dampft und brodelt es. Hinzu kam dann doch noch der Schwefelgeruch. Wirklich ein interessanter Ausflug, da unser Guide noch einiges zur Kultur und zum Leben der Menschen im Dorf sagen konnte. Ein bisschen Bildung tat mal wieder gut..Endlich haben wir auch mal einen Haka (Kriegstanz) live gesehen! Zum Abschluss gönnten wir uns noch ein hangi (traditionelles Maoriessen, in einem Erdloch gegart, das durch Erdwärme erhitzt wird).
Was wünscht man sich bei Dauerregen? Noch mehr Wasser! Also entspannten wir unsere müden Knochen zusammen mit Teilen der Te Puke Crew im Polynesian Spa, mit Ausblick über den See. Himmlisch!

Dienstag, 13. November 2012

News

Halloween :)


Der begrenzte Internetzugang behindert unsere Blogaktivität und wir haben einiges nachzuholen.
Gestern war unser letzter Arbeitstag- Nein, wir wurden nicht gefeuert sondern lediglich entlassen! 
 

 Am Freitag machen wir uns auf Richtung Wellington, über Rotorua, Taupo und Napier. Unsere Hostelgemeinschaft hat sich auch weitgehend aufgelöst und es
ist nur noch halb so spaßig. Der letzte gemeinsame Ausflug führte uns nach Mittelerde zu den Hobbits, oder was von ihnen übrig geblieben ist. Das Filmset ist auch für Nicht-Fans durchaus sehenswert und besticht durch Liebe zum Detail. 







Ab jetzt beginnt vorerst wieder der Travel-Teil. Wir freuen uns schon auf das Gefühl mit Sack und Pack im Auto zu sitzen und durchs Land zu cruisen. Ausgestattet mit rauen Händen, neuen Bekanntschaften und viel neuer Musik :)

Im Südosten nichts neues

Hier herrscht dörfliche Idylle. Durch den Job (inzwischen in einem anderen Packhouse) und den Hostelalltag haben wir inzwischen wieder soetwas wie einen Lebensrythmus.
Die Zeit zwischen den Jobs haben wir mit diversen Ausflügen überbrückt. Wir waren bei der Goldmine in Waihi, am Waihi Beach und am Orokawa-Bay, einem einsamen Strand, den man nur zu Fuß erreicht. 


Inzwischen ist mir auch der Herr der Ringe ein Begriff und bei den Ausflügen halten wir immer Ausschau nach Hobbits (obwohl wir unseren Privat-Hobbit haben..). Bei der Landschaft wäre es
nicht verwunderlich, wenn einem einer begegnen würde.
Die neue Arbeit ist weniger magisch. Ziel des Tages ist es inzwischen nicht gefeuert zu werden. 1 1/2 Wochen haben wir es jetzt schon geschafft und es ist wirklich gut zu wissen, dass man das Vergnügen nur für eine begrenzte Zeit hat.
War sonst noch was?
Ja! Wir sind jetzt insgesamt 40 Jahre alt. Zur Feier des Tages gabs 11 Stunden Arbeit, Neonlicht und Musik. Aber auch einen Lunch-Voucher vom Arbeitgeber, ein Ständchen, Cookies und Muffins von unseren Hostel-Freuden. Das hat den Tag wirklich gerettet. :)